Modul I: Deeskalation

Basis dieser Ausbildungseinheit sind Antiaggressionstrainings mit dem Schwerpunkt deeskalierendes Verhalten zu erlernen, dabei insbesondere Möglichkeiten der Einflussnahme auf Einzelpersonen und Gruppen und Coolness-Training. Im Folgenden ausführlichere Informationen zum Inhalt:

Anti-Aggressionstraining (AAT)
Wie der Name dieses Trainings schon offenlegt, ist das Ziel dieser Einheit aggressive Verhaltensweisen vorzubeugen und abzubauen. Gewaltanwendung wird als Schwäche dargestellt und stattdessen alternative Konfliktlösungsmöglichkeiten nahe gebracht.
Dabei sind die Konfrontation der Teilnehmer mit aggressivem Verhalten und die Besprechung von Reaktionsmöglichkeiten feste Bestandteile der Übung. Durch die Beobachtung und Analyse von kognitiven und emotionalen Komponenten, die zur Aggression führen, soll ein Verständnis für Zusammenhänge und deren Unterbrechung aufgebaut werden. Auch wenn der Jugendliche körperliche Stärke empfindet seine Aggressionen auszuleben, soll mit Teilnahme an dieser Trainingseinheit gelernt werden auf Gewaltanwendung zu verzichten bzw. Gewalt aus dem Weg zu gehen.


Coolness-Training (CT)  
Das Coolness-Training ist eine Übung für Jugendliche zur Verbesserung der sozialen Handlungskompetenz in konfliktträchtigen Alltagssituationen und dient der Gewaltprävention und Gewaltintervention in der Schule und im Alltag. Das vordergründige Ziel im Coolnesstraining ist die Opfervermeidung. Ddaher zielen die Inhalte des Trainings darauf eine Kultur des Hinschauens und der friedfertigen Einmischung zu fördern.
Im Coolness-Training geht es um grundlegende soziale Fertigkeiten wie Wahrnehmen und angemessenes Ausdrücken von Gefühlen, Strukturen zwischenmenschlichen Kontakts, Selbstbehauptung und Deeskalation in Konfliktsituationen und kooperatives Verhalten in Gruppen. Die eigenen Empfindlichkeiten in Bezug auf Beleidigungen und Provokationen sollen im Rahmen der Kurseinheit besser kennengelernt werden. Die Erarbeitung und Erprobung von Verhaltensalternativen zu selbstunsicheren bzw. aggressiven Verhaltensweisen in konfliktträchtige Situationen stehen im Vordergrund.
Erreicht wird dies durch die Erforschung der konkreten Ursachen, Auslöser und Gelegenheiten für aggressives und gewalttätiges Verhalten von Jugendlichen in bestehenden Gruppen. Dabei werden die eigenen Rollen als Täter, Opfer oder Zuschauer  aufgedeckt und damit einer bewussten Veränderung zugänglich gemacht.
 
De-Eskalation im Sport
Vermittelt werden soll in dieser Trainingseinheit, dass Sport den Grundsätzen der Fairness und Kameradschaftlichkeit entsprechen sollte und dass Regelverstöße und Provokationen nicht zu Verfeindungen oder aggressiven Handlungen führen dürfen. Erlangt werden soll die Einsicht, dass die durch sportliche Trainings aufgebaute körperliche Stärke lediglich der eigenen Gesundheit und dem Teamgeist dient und nicht der Gewaltausübung. Ebenso sollen die Konsequenzen von aggressiven Ausbrüchen sowohl auf individueller Ebene als auch auf der Ebene des gesamten Sport-Teams behandelt werden.
Durch die Vermittlung deeskalierender Techniken und das Bewusstwerden vorhandener Fähigkeiten sollen die korrekten Handlungsfähigkeiten in Situationen direkter Angriffe aufrechterhalten werden.
 
Anti-Gewalt-Training (AGT)
Ähnlich wie beim Anti-Aggressionstrainng (AAT) richtet sich dieses Training gegen die Gewaltanwendung und zielt ebenfalls auf das Verinnerlichen von alternativen Konfliktlösungsmöglichkeiten.
 


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Zivilcourage/Gewaltprävention

23.10.2014

18-20 Uhr

 

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